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Aqua-Park

Neue Außenfassade für das Freizeitbad

Foto: Der Rutschenturm mit neuer Aluminiumverkleidung. Rechts die Kupferfassade des Hauptgebäudes
Der Rutschenturm mit neuer Aluminiumverkleidung. Rechts die Kupferfassade des Hauptgebäudes

Neueröffnung verzögert sich durch versteckte Mängel

Bei einer Sanierung im Bestand muss man immer mit Überraschungen rechnen. So auch im Aqua-Park, wo - wie berichtet - Waschbären in der Wärmedämmung ihr Unwesen trieben und große Schäden angerichtet hatten. Für die neue energetische Dämmung musste das Dach abgedeckt werden, wobei gleichzeitig die Fassade geprüft wurde. Und was man bei den vielen Überprüfungen der Bausubstanz im Vorfeld nicht sehen konnte, war die Folge der Waschbärenschäden: Wasser ist im Lauf der Zeit in die Holzkonstruktion zur Befestigung der kupfernen Attika eingedrungen, was zu starken Schäden geführt hat. Hier kann man getrost von “Glück im Unglück” sprechen. “Man darf sich nicht ausmalen, was bei dem nächsten Orkan hätte passieren können”, so Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz.

Da eine Sanierung des Daches und der Fassade aufgrund der Untersuchung vorher nicht notwendig erschien, wurden zügig nach Feststellung der Schäden Sanierungsvorschläge erarbeitet und der Betriebskommission zur Entscheidung vorgelegt. Inzwischen wurde der Auftrag für die Sanierung vergeben. Die gesamte Unterkonstruktion wird entfernt und eine neue Verkleidung aus Aluminium angebracht, so wie sie bereits den Rutschenturm in einem modernen Design erstrahlen lässt. Waschbären haben im übrigen keine Chance mehr, in das Bad einzudringen. Es wurden geeignete Schutzmaßnahmen eingebaut, die die Tiere aus dem Bad fernhalten.

Durch die unerwarteten Schäden kann die ursprünglich avisierte Wiedereröffnung im September nicht eingehalten werden, sondern wird sich voraussichtlich bis Ende November verzögern. Durch die Erneuerung der Fassade fallen zusätzlich 170.000 Euro Mehrkosten an.

Moderne Dachgestaltung für mehr Licht

Trotz der Schwierigkeit, zusätzliche Arbeiten in den Zeitplan einfügen zu müssen, wird mit Hochdruck an der Sanierung und Modernisierung des Freizeitbades weiter gearbeitet. Während in der vergangenen Woche im Keller die moderne und wirtschaftlich arbeitende Be- und Entlüftungsanlage eingebaut wurde, werden in der um 1,20 Meter angehobene Decke Folienkissen eingebaut, die das Tageslicht in die Halle hereinfallen lassen und so insgesamt für viel mehr Helligkeit sorgen. Dazu wurden acht Öffnungen in einer Breite von etwa 4 Metern mit einem Rahmen und Metallträgern versehen, in die Folienkissen eingespannt und am Schluss mit Luft gefüllt werden. Die moderne Art der Dacheindeckung ist bei großen Gebäuden immer mehr auf dem Vormarsch und hat gegenüber Glas den Vorteil, dass es durch Witterungseinflüsse nicht einbrechen kann.

Eingebaut wurden inzwischen auch die Schallschutzfenster zwischen dem Rutschenbereich und den Schwimmerbecken. Sie können je nach Andrang an der Rutsche geschlossen oder geöffnet werden. Dazu werden sie seitlich in einer Nische “geparkt” und bei Bedarf mit einfachen Handgriffen wieder herausgezogen und geschlossen. Nach Abschluss der Dacharbeiten können die Fliesenleger einziehen. Die Becken und Böden sind mit Estrich bereits vorbereitet.